Waldkinder Wunstorf e. V.

 

Über uns

Zum Verein „Waldkinder Wunstorf“ e. V.

Aus einer Elterninitiative seit Oktober 2001 entstand der Verein Waldkinder Wunstorf am 13. Juni 2003 mit dem Ziel, einen Waldkindergarten in Wunstorf ins Leben zu rufen. Seitdem wurde ein Finanzplan und ein pädagogisches Konzept erarbeitet sowie Kontakte zum Landesjugendamt, zu anderen Waldkindergärten und Netzwerken der Wald- und Ökopädagogik aufgebaut.

Im Herbst 2002 wurde der Antrag auf Betriebskostenzuschuss von der Stadt Wunstorf mit der Begründung abgelehnt, dass in Wunstorf eine ausreichende Anzahl an Kindergartenplätzen vorhanden sind. Seitdem sucht der Verein nach Sponsoren bzw. bundesweiten Fördergeldern, um die Finanzierungslücke von ca. 35.000 Euro jährlich zu füllen.

Damit wenigsten ein Teil des pädagogischen Konzeptes umgesetzt werden kann und wir den Wunstorfer Kindern den Wald näher bringen können, haben wir so genannte Waldgruppen eingerichtet. Dort wird das, was auch in einem Waldkindergarten gemacht wird, mit den Kindern umgesetzt.

Was ist ein Waldkindergarten ?

Eine Alternative zu den klassischen Kinderbetreuungsstätten bietet der Waldkindergarten.

Waldkindergärten gibt es in Deutschland seit über fünfzehn Jahren, die Idee stammt aus Dänemark.

Auch in den letzten Jahren gab es zahlreiche Neugründungen. WaKiGärten gibt es auch in unserer Nähe, so z.B. in der Eilenriede in Hannover , in Rehburg-Loccum seit 1999 und seit über einigen Jahren in Velber (Seelze), sowie in Barsinghausen, Springe, Sehnde.

Der Waldkindergarten unterscheidet sich von herkömmliche Kindergärten darin, dass hier die Kinder das ganze Jahr über in der Natur unter pädagogischer Anleitung spielen. Die Gruppen umfassen nur 15 Kinder. Zumeist dient ein Bauwagen zum Aufbewahren von Bastelmaterial und bei kalten Temperaturen zum Aufwärmen.

Gespielt und gebastelt wird draußen- mit allem was Wald, Feld und Wiese bieten. Pflanzen und Tiere, die Jahreszeiten und die ständigen Wandlungen der Natur beeinflussen die Aktivitäten der Gruppe stark.

Für die Schaffung eines Alternativangebots gibt es viele Gründe.

Die Lebenswelt der Kinder hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Die Einflüsse von Medien wie Fernsehen und Computer hat zugenommen;  indirekte, intellektuell bestimmte Erfahrungen verdrängen immer mehr die unmittelbaren Erlebnisse.  Das theoretische Wissen nimmt zu, die tatsächliche Erlebniswelt nimmt ab.

Dazu trägt bei, daß die überwiegend kommerzielle Nutzung der Wälder verbunden mit der teilweisen Vernichtung von freien, ungenutzten Flächen den heutigen Kindern nicht mehr die Erlebniswelt früherer Generationen bieten.

Im Waldkindergarten haben Kinder die Möglichkeit, Natur als lebendigen Lebensraum direkt zu erleben.  Als Spielzeug dienen Tannenzapfen, Blätter, Zweige; aus abgestorbenen Ästen werden Hütten gebaut, zum Klettern dienen alte Baumwurzeln und Stämme.  Tiere können beobachtet werden, Pflanzen entdeckt, und dadurch ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur erlernt werden.

Nicht zuletzt berichten Eltern von Waldkindern über den gesunden Aspekt für ihre Kinder. Die regelmäßige Zeit an der frischen Luft stärkt das Immunsystem, die Kinder schätzen die große Bewegungsfreiheit und den geringeren Lärmpegel durch fehlende Wände- und erleben den Kindergarten als tägliches Abenteuer.

Ein Waldkindergarten für Wunstorf

Der Verein Waldkinder Wunstorf besteht aus Eltern und Pädagogen, die sich einen Waldkindergarten in Wunstorf wünschen.  Das Forstamt des Landkreises Schaumburg unterstützt unser Anliegen; das Waldgebiet wurde bereits vom Landesjugendamt als „geeignet“ genehmigt.

Trotz leerer Kassen halten wir die Einrichtung eines Waldkindergartens für sinnvoll, da gerade ein Waldkindergarten besondere Fördermöglichkeiten im Motorischen und im sozialen Bereich bietet.